Durchatmen und durchstarten

Unser Immunsystem hält eigentlich harmlose Substanzen, wie Tierhaare, Pflanzenpollen, Hausstaub oder Schimmelpilze fälschlicherweise für gefährlich und leitet deshalb heftige Abwehrreaktionen ein, die wir als Beschwerden verspüren.

Hautärzte, Lungenfachärzte, Fachärzte für Hals-, Nasen- und Ohrenleiden, Internisten und Kinderärzte können sich durch zusätzliche Ausbildung zum Allergologen qualifizieren. Hautärzte sind überwiegend auf das Erkennen und Behandeln von Kontakt-allergien spezialisiert (Hautirritationen und Ekzeme). Lungenfachärzte und Fachärzte für Hals-, Nasen- und Ohrenleiden behandeln und erkennen Allergiearten, die durch Einatmen der Allergie auslösenden Stoffe zustande kommen (Beschwerden an Augen, Ohren oder an den unteren und oberen Atemwegen).

Ihr Wissen hilft, Ihre Allergie zu heilen.

Allergien fordern Geduld und Ihre sachverständige, aufmerksame Mitarbeit:

• Beim Erkennen der Allergieart
• Beim Erarbeiten einer Vermeidungsstrategie gegen Allergieauslöser
• Bei der Hyposensibilisierung
• Bei der Behandlung mit Medikamenten
• Beim Deponieren von Notfall-Sets an einigen Orten (Auto, Arbeitsplatz etc.)
• Kontaktvermeidung mit dem auslösenden Allergen

Umgang mit Allergie.

Es ist wichtig, gemeinsam nach dem auslösenden Allergen durch Tests und Beobachtungen zu suchen. Wenn das Allergen gefunden ist können wir darüber sprechen, wie Sie den Kontakt mit dem Allergen meiden oder reduzieren. Absolute Abstinenz ist manchmal unmöglich.

• Hyposensibilisierung durch spezifische Immuntherapie (SIT). Mit dieser Behandlungsmethode wird Ihr zu heftig reagierendes Immunsystem allmählich an die auslösenden Allergene gewöhnt. Zugeführt wird der hypo-sensibilisierende Stoff durch:
• SCIT (subcutane spezifische Immuntherapie) spritzen unter die Haut oder
• SLIT (sublinguale Immuntherapie) Verabreichung von Tabletten oder Tropfen unter die Zunge.

Hyposensibilisierung dauert 3 bis 5 Jahre und befreit meist nachhaltig von Beschwerden. Erfolge stellen sich ein, wenn Sie die Behandlungstermine möglichst lückenlos wahrnehmen. Hyposensibilisierung wird von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfohlen.

• Behandlung mit Medikamenten
Unser Immunsystem schüttet zur Abwehr eines Allergens den Botenstoff Histamin aus. Das ruft die bei Allergien beschriebenen Symptome hervor.  Zur Linderung der Beschwerden werden Medikamente eingesetzt, in denen sich Antihistaminika, auch Histamin-Rezeptorblocker genannt, befinden. Das schwächt die Wirkung des Botenstoffs Histamin ab oder hebt sie auf.

• Durch Nasentropfen oder Sprays können Schwellungen reduziert und die Atmung erleichtert werden.

• Nasensprays und Augentropfen mit Kortison können bei stärkeren Beschwerden zur Behandlung von Heuschnupfen eingesetzt werden.

• Kochsalzhaltige Nasensprays reinigen und befeuchten die Nasenschleimhaut.

• Pflegende Nasensprays, die zum Beispiel >> Dexpanthenol enthalten, unterstützen die Regenerationsfähigkeit strapazierter Nasenschleimhaut.

• Unterstützend können Calcium Präparate eingesetzt werden